Zentrale Angebotsvermittlung:
Synergien für mehr Service

Drei AWO Seniorenzentren machen es Pflegebedürftigen und Angehörigen ab sofort besonders leicht, die richtige Versorgungsform zu finden: mit einer zentralen Angebotsvermittlung.

(Foto: Einrichtung)
(Foto: Einrichtung)

Die Suche nach einem Pflegeplatz ist nicht selten mit einer Odyssee durch die Seniorenheime verbunden. Oft müssen die hauseigenen Wege und Formalitäten vom Erstkontakt bis zur letztendlichen Aufnahme parallel durchlaufen werden. Das bedeutet unnötigen Mehraufwand für Interessenten und Einrichtungen und ist unübersichtlich für alle. Die AWO Seniorenzentren Stadt Kamp-Lintfort, Moers-Schwafheim und das Willy-Könen-Seniorenzentrum wollten das ändern und riefen die Zentrale Angebotsvermittlung ins Leben. 

Die Zentrale Angebotsvermittlung ist Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die pflegerische Versorgung und das Dienstleistungsangebot der AWO Seniorendienste Niederrhein im Einzugsgebiet der drei Häuser. 369 Pflegeplätze an drei Standorten werden hier vermittelt – inklusive Wohnbereichen für Menschen mit Demenz. Dazu kommen Tagespflege, Kurzzeitpflege und Betreutes Wohnen. Auch über zusätzliche Leistungen wie Hausnotruf, Unterstützung für zu Hause oder Seniorenwohnungen mit Service wird umfassend informiert. Vor allem aber beantwortet das Team Fragen: zu Pflegegraden und gesundheitlicher Versorgungsplanung, Finanzierung und Formalitäten, Vollmachten und Patientenverfügungen, staatliche Leistungen und Wohn- und Betreuungsverträgen.

Interessenten und Angehörigen können telefonisch Kontakt mit der ZAV aufnehmen oder persönlich vorstellig werden. Im Gespräch wird ihr individueller Hilfebedarf ermittelt. Hierfür werden ihre Daten in einer zentralen Datenbank erfasst und ein entsprechendes Bedarfsprofil erstellt. Das berücksichtigt nicht nur das gesamte Angebot der drei Einrichtungen und der AWO Seniorendienste, sondern bezieht auch Leistungen von Kooperationspartnern – Tagespflegen, ambulanten Pflegediensten, Hausnotrufanbietern, Begegnungsstätten – mit ein. 

Das ZAV-Team vermittelt aber nicht nur Leistungen. Es hilft auch bei der Entscheidung, ob stationäre oder häusliche Pflege die richtige Versorgungsform für die Betreffenden ist. Kundenbeziehungsmanagement wird dabei großgeschrieben: Pflegebedürftige und ihre Angehörigen werden vom Erstkontakt bis zur Unterbringung in einem Angebot begleitet. Bei dringendem Heimaufnahmewunsch nimmt die ZAV nach spätestens nach 4 – 6 Wochen erneut Kontakt auf, um den aktuellen Hilfebedarf abzuklären. Sehr kurzfristig notwendige stationäre Aufnahmen sind direkt vor Vorort in der jeweiligen Einrichtung über das dortige Einzugsmanagement möglich. Interessenten, die keinen akuten Pflegebedarf haben, können sich auf Wunsch regelmäßig über weitere Dienstleistungsangebote informieren lassen. „Die ZAV macht nicht nur die kooperative Zusammenarbeit mit allen Dienstleistungsstellen der AWO, der Einrichtungen und unseren externen Partnern um einiges einfacher und effizienter,“ erklärt Normen Dorloff, Geschäftsführer der AWO Seniorendienste Niederrhein. „Sie erlaubt uns auch eine zügige Neubelegung eines Heimplatzes.“

Die ZAV Moers, Kamp-Lintfort und Neunkirchen-Vluyn ist ein Pilotprojekt. Dessen Erfolg hängt nicht zuletzt davon ab, wie der Service von der Öffentlichkeit angenommen wird. Dafür muss zunächst einmal entsprechend Werbung gemacht werden. Ein PKW mit gut sichtbarer 0800-Nummer ist bereits im Außendienst im Einsatz. „Die Auswertung wird zeigen, ob wir mit unserem Angebot richtig liegen,“ so Dorloff. „Eine zentrale Angebotsvermittlung als Anlaufstelle in allen Fragen der Altenpflege könnte aber durchaus unser Modell für die Zukunft sein.“ 

Sie haben Fragen zu unserer zentralen Angebotsvermittlung wissen? In unserem Flyer finden Sie die Antworten.