Mobiler Hofladen:
Markttag in Moers

Im Seniorenzentrum Moers-Schafheim fand der vierte Hofladenverkauf statt. Begehrt war dieses Mal auch die Deko: Liebevoll arrangiert zum Valentinstag.

Der mobile Hofladenverkauf ist die Attraktion .
Der mobile Hofladenverkauf ist die Attraktion .

Knackige Äpfel, saftige Birnen, Marmeladen, Honig, deftige Wurstprodukte – alles sehr ansprechend drapiert: Der Marktstand mitten im Foyer ist heute wieder die Attraktion im Seniorenzentrum Moers-Schwafheim. Hildegard Seifert und Waltraud Thissen sind gekommen, um in Ruhe zu shoppen. „Um elf ist das Turnen vorbei. Dann wird es voll hier,“ erklären die beiden Bewohner*innen.

Der Hofladenverkauf findet bereits zum vierten Mal statt. Simone Frobel vom Sozialen Dienst ist die Initiatorin. „Eine alte Dame sagte mir, dass sie es vermisst, frische Äpfel einkaufen zu gehen,“ erzählt die engagierte Ethikberaterin. „Viele unserer Senior*innen verlassen die Einrichtung nicht mehr. Deshalb lassen wir die Äpfel jetzt zu uns bringen.“ In Petra Wessels vom Fechnerhof hat Simone Frobel eine überzeugte Partnerin für ihr Projekt gefunden: „Der monatliche Markttag hier ist eine Herzensangelegenheit für mich,“ erklärt die Hofladenbetreiberin. „Ich habe selber meine Großmutter gepflegt und weiß, wie wichtig das Gefühl, am normalen Leben teil zu haben, für alte Menschen ist.“

Verkauft werden fast ausschließlich regionale Produkte. Neben frischem Obst und Säften aus niederrheinischen Plantagen sind immer saisonale Extras im Angebot. Heute liegen die Schweineöhrchen besonders gut im Rennen – mit und ohne Schokolade. Auch die rosa Froschkönigin hat es schon vielen Kundinnen angetan. Eigentlich ist sie Teil der Deko und nicht zum Verkauf gedacht. „Wir passen die Standaufmachung immer der Jahreszeit an,“ erklärt Hofladenbetreiberin Wessels. „Heute sind wir mit dem Motto „Valentinstag“ gekommen.“ Bewohnerin Cornelia Giesen hat Glück: Die Standbesetzung lässt sich erweichen – und die Froschkönigin wechselt in ihren Besitz über. 

Das Vormittagsturnen ist vorbei und es wird voll am Stand. Neben den Bewohner*innen nimmt übrigens auch die Belegschaft das Angebot gerne an – und geht in der Pause shoppen. 

Simone Frobel ist sehr zufrieden mit dem Markttag. „Wir werden das Projekt auf jeden Fall fortsetzen.“ 

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