Gewaltprävention Pflege: Seminarreihe geht in die achte Runde

„Nach diesem Seminar sehe ich meine Arbeit von einer anderen Seite." Das ist nur eine von vielen positiven Rückmeldungen zu den Seminaren dieser Themenreihe – auch noch bei Ausgabe acht.

Mit viel Herzblut und Engagement brachte Teamer Peter Wendt den Teilnehmer*innen das komplexe und emotionale Thema "Gewaltprävention in der Pflege" näher.
Mit viel Herzblut und Engagement brachte Teamer Peter Wendt den Teilnehmer*innen das komplexe und emotionale Thema "Gewaltprävention in der Pflege" näher.

Die Seminare sind Teil des Projekts „Gesundheit in Arbeit… Beschäftigte stärken, Führung fördern“, das im Rahmen des Programms rückenwind+ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfond gefördert wird.

Um sich in diesem höchst wichtigen Thema weiterzubilden, kamen im September 2018 erneut zahlreiche Mitarbeiter*innen im AWO Seniorenzentrum Moers-Schwafheim zusammen. Als Dozent konnte Peter Wendt gewonnen werden. Der examinierte Kranken- und Gesundheitspfleger, Heim- und Pflegedienstleiter und langjähriger Trainer brachte wie gewohnt mit viel Herzblut und Engagement den Teilnehmer*innen das komplexe und emotionale Thema näher.

Dabei wurde Gewaltprävention in der Pflege aus zwei Blickwinkeln betrachtet. Zum einen die Gewalt an Bewohner*innen, aber auch - und das wird häufig öffentlich kaum wahrgenommen- die Gewalt, der auch das Pflegepersonal ausgesetzt ist. Die Ursachen für beide Gewaltformen sind so vielschichtig wie die Formen gewalttätigen Handelns selbst. Häufig haben Gewalt und Aggression eine längere Vorgeschichte und es tragen verschiedene Belastungsfaktoren dazu bei, dass es zu problematischem oder gewalttätigem Verhalten kommt. Dabei äußert sich Gewalt auch nicht immer direkt und ist sofort offensichtlich, sondern häufig auch unbewusst, unbeabsichtigt und subtil. Die Gründe liegen meist in Überforderung und emotionalen Konflikten sowie Hilflosigkeit. Ziel des Seminars war es daher, vor allem für das Thema zu sensibilisieren und einen offenen Dialog und Austausch anzubieten. Zudem wurde sehr erfolgreich in die verschiedenen Formen von Gewalt und deren unterschiedlichen Ausprägungsformen eingeführt und dabei auch Möglichkeiten zur Selbstreflexion und Prävention angeboten. Diese Erfahrungen sollen im nächsten Termin der Seminarreihe am 13. November 2018 in der AWO Bezirksgeschäftsstelle vertieft werden. Dass der Termin bereits ausgebucht ist, spricht für die Bedeutung des Themas für die Beschäftigten der AWO am Niederrhein.