Ganz schön kalt:
Fit durch den Winter

Wer sich jetzt vor die Tür traut, tut nicht nur Gutes für das Immunsystem. Auch die Laune profitiert. 

November und Dezember sind geschafft, die Feiertage vorbei. Das neue Jahr ist gerade eine Woche alt. Aber anstatt mit frischer Energie durchzustarten, plagen wir uns mit Müdigkeit, Erkältung und Winter-Blues. Die trüben, kalten Tage schlagen auf die Stimmung und machen anfällig für Krankheiten. Vor allem ältere Menschen leiden darunter. Was dagegen hilft: sich aufraffen und an die frische Luft gehen.

Teufelskreis Mobilitätsmangel
Das Problem: Mit zunehmendem Alter lässt die Mobilität nach. Je ungastlicher es draußen ist, desto geringer ist die Motivation, etwas zu unternehmen. Dazu kommt, dass ältere Menschen nicht mehr so sicher auf den Beinen sind. Wer schon einmal gestürzt ist, traut sich oft nicht mehr vor die Tür, wenn es draußen nass und rutschig oder gefroren ist. Ein Teufelskreis. Denn je weniger man die eigenen vier Wände verlässt, desto größer ist die Hemmschwelle, es zu tun. 

Lichtblick für das Immunsystem
Dabei tut es besonders im Winter gut, sich draußen aufzuhalten. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt nicht nur das Immunsystem. Wir brauchen auch das Tageslicht, um unseren Vitamin-D-Haushalt zu regulieren. Wenn wir älter werden, wird das zunehmend zum Problem. Denn die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu produzieren, nimmt im Alter stark ab. Ein führt unter anderem zu Abgeschlagenheit und depressiven Verstimmungen. Optimal sind tägliche Spaziergänge, am besten in den Mittagsstunden. Dann ist die UV-Strahlung am stärksten. Anders als im Sommer ist die beim niedrigen Stand der Sonne im Winter übrigens kein Problem. Wer nicht mobil, kann sich für die ‚Lichttherapie‘ alternativ auch dick eingemummelt auf den Balkon oder die Terrasse setzen.

Trainingsstopp bei Beschwerden
Viele Senior*innen, sind noch sportlich aktiv. Sportarten wie Wandern, Nordic Walking, Schwimmen oder Aqua-Gymnastik kann man bis ins hohe Alter betreiben – und sich fit und gesund halten. Trotzdem ist auch das beste Immunsystem nicht gänzlich vor bösen Viren gefeit. Wenn die Nase läuft, der Hals schmerzt und der Husten reizt, sollte man sich auf jeden Fall eine Pause gönnen. Besonders nach einem fieberhaften Infekt ist es wichtig, sich ausreichend zu schonen und dann langsam wieder ins Training einzusteigen. Mit dem OK des Hausarztes ist man auf der sicheren Seite.

Outdoorprogramm mit Weitblick
Jede Art von Bewegung tut im Winter gut. Sport im Freien ist ideal. Wenn es draußen kalt ist, gilt es allerdings ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Muskeln, Sehnen und Bänder brauchen länger, um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen. Langsam starten und gut aufwärmen ist deshalb jetzt besonders wichtig. Auch das Outfit sollte wintertauglich sein. Am besten sind mehrere dünne Schichten übereinander – die letzte wind- und wasserundurchlässig, aber atmungsaktiv. Eine davon ausziehen sollte man übrigens immer, bevor man anfängt, darunter zu schwitzen.