Simone Lutter

Qualitätsmanagerin mit Mission

Vor 15 Jahren startete Simone Lutter bei der AWO Niederrhein ins Arbeitsleben. Jetzt ist sie „back to the roots“ – und auf neuen Wegen unterwegs.

„Nach dem Abi habe ich mich im Adam-Romboy-Seniorenzentrum für ein Freiwilliges Soziales Jahr verpflichtet. Nach drei Tagen wollte ich wieder gehen. Pflege war so gar nichts für mich. Dann bin ich nicht nur geblieben. Ich habe sogar noch eine Ausbildung zur Pflegefachkraft absolviert. 

Nach der Lehre habe ich erst Pflege- und Gesundheitsmanagement in Münster studiert und anschließend Pflegewissenschaften mit Schwerpunkt Management an der FH in Köln. Studienbegleitend war ich bei einem großen Sozialdienstleister als Pflegefachkraft tätig. 

2013 hatte ich dann meinen Abschluss in der Tasche – und qualifizierte mich weiter. Als Ausbildungskoordinatorin begleitete ich insgesamtrund 60 AZUBIs im Jahr undübernahm die Kursleitung der Weiterbildung zum Praxisanleiter – um nur zwei meiner Tätigkeitsfelder zu nennen.

Weil Qualitätsmanagement mich schon immer interessiert hatte und ich an meiner damaligen Arbeitsstelle hier keine Entwicklungsmöglichkeiten für mich sah, schaute ich mich nach einer Alternative um. Ich fand sie da, wo alles angefangen hat. Seit Juli 2018 bin ich zurück bei der AWO Niederrhein: auf einer Stelle im Zentralen Qualitätsmanagement der Seniorendienste. „Back to the roots“, aber unterwegs auf neuen Wegen. 

Was ich am Qualitätsmanagement wirklich spannend finde, ist die gemeinsame Umsetzung. Wir können sämtliche Qualitätsindikatoren definieren und Handbücher damit füllen. Wenn wir sie jedoch nicht lebbar für die Einrichtungen machen, haben wir unseren Job nicht verstanden.

Seit Januar bin ich in der neuen Fachabteilung Pflege für das fachliche Controlling zuständig. Ich bin viel in unseren Einrichtungen unterwegs. Was ich da tue? Vertrauen aufbauen, Wissen bündeln, Unterstützung bieten, Qualitätsziele nachvollziehbar machen. Kontrolle gehört hingegen nicht zu meinem Aufgabengebiet – auch wenn der Begriff anderes vermuten lässt...“